Transkript:
Ralf: Was für eine wunderbare App, die man für so ziemlich alles benutzen kann.
Moritz: Hallo und herzlich willkommen an diesem wunderschönen Montag, den 15. Dezember 2025 zu einer neuen Folge "Was mit Medienerziehung", dem Podcast von Smiley e.V.. Der Verein Smiley e.V. besucht Schulklassen, um mit den Schülerinnen und Schülern einen verantwortungsvollen Medienkonsum zu diskutieren. Außerdem arbeiten wir mit Eltern und Fachkräften zum Thema Medienerziehung. Und dieser Podcast dient dazu, verschiedene Aspekte unserer Arbeit zu vertiefen. Mein Name ist Moritz Becker.
Ralf: Und mein Name ist Ralf Willius und heute haben wir eine Menge vor. Wie schon beim letzten Mal angekündigt, geht es heute um Discord. Wir haben dazu Jugendliche befragt, wozu sie Discord verwenden und vor allen Dingen was Kinder und Jugendliche dort erwartet. Doch bevor wir ins Thema einsteigen, frage ich dich, Moritz, wie immer was ist an Rückmeldungen zur letzten Folge gab.
Moritz: Ja, zum einen haben wir eine ganz kurze Rückmeldung, und zwar eine Podcastempfehlung. Wir sprachen in der letzten Folge darüber, dass aus unserer Sicht ChatGPT so etwas wie ein Assistent ist oder sein sollte. Aber dass sich zwischen KI und Kindern und Jugendlichen idealerweise keine Freundschaftsbeziehungen entwickeln sollten. Und zu diesem Thema hat uns eine Hörerin eine Folge vom Podcast "ZEIT WISSEN -Woher weißt Du das?" empfohlen, in der eine Liebesbeziehung zwischen einem Menschen und einer KI beschrieben wird. Die Folge heißt Sie ist verliebt in eine KI und das ist menschlich und ist vom 9. November 2025.
Ralf: Und wir werden die Folge in unseren Shownotes verlinken.
Moritz: Genau. Eine weitere Rückmeldung haben wir bzw ist eine Nachfrage bezüglich des Social Media Verbots für Jugendliche, das das EU-Paparlament gefordert hat. Es geht darum, was diese Forderung jetzt konkret bedeutet. Ich möchte aber vorschlagen, dass wir da am Ende drüber sprechen und jetzt zum eigentlichen Thema kommen.
Ralf: Ja, sehr gerne. Ich würde sagen, wir legen mal los. In unserer Rubrik "Was ist eigentlich" haben wir uns schon in diesem Podcast sehr ausführlich mit BeReal, TikTok, Roblox und auch Brawl Stars beschäftigt. Heute geht es weiter und zwar mit Discord.
Einspieler: Was ist eigentlich Discord?
Ralf: Aber lassen wir doch erst einmal ein paar unserer befragten Jugendlichen zu Wort kommen.
Jugendliche : Discord ist eine Plattform zum Kommunizieren, also ein Messenger. Darunter zählt Chatten oder telefonieren.
Jugendliche : Man kann da in Gruppen mit einerseits Fremden, einerseits Freunden schreiben.
Jugendliche : Discord nutzen eigentlich wirklich viele Leute Jugendliche, aber ich würde auch sagen junge Erwachsene.
Jugendliche : Discord ist eine App, wo man mit Freunden schreiben und telefonieren kann, was hauptsächlich benutzt wird wenn man Spiele spielt wo drinne kein eigener Voicechat vorhanden ist. Darüber redet man dann über Discord.
Jugendliche : Discord nutzen hauptsächlich Freunde, die sich vielleicht nicht gerade persönlich treffen können.
Jugendliche : Auch eine der großen Funktionen die beliebt an Discord ist, dass es auf PC ist, dass es so die Plattform für Videospielcommunities.
Ralf: Ja so viel aus Sicht der Jugendlichen.
Moritz: Ja, da weiß man schon eine Menge. Aber vielleicht erstmal ein paar ganz allgemeine Fakten zu Discord.
Ralf: Genau dazu habe ich mir ein paar Dinge zusammengetragen hier. Discord gibt es seit Mai 2015, funktioniert mit allen Android Tablet, Smartphones sowie iPads und iPhones. Außerdem mit der Xbox, der Playstation sowie allen Windows und Apple Computern und auch mit Linux. Nach Angaben von Discord nutzen zurzeit mehr als 150 Millionen Menschen den Dienst.
Moritz: Ja.
Ralf: Ja, wobei man eigentlich sagen muss, es gibt mehr als 150 Millionen registrierte Accounts.
Moritz: Ja genau, das ist nicht das Gleiche.
Ralf: Nein, aber es sind 250 Millionen Nutzerinnen und Nutzer registriert. Discord finanziert sich zum einen über das kostenpflichtige Discord Nitro, was aber nicht zwangsläufig genutzt werden muss. Es gibt außerdem die Möglichkeit, gegen eine Gebühr mehr Leistung beim Betreiben eines Servers zu bekommen. Beides ist aber für die Nutzung nicht erforderlich. Und außerdem haben verschiedene Investoren in Discord investiert. Es gibt gelegentliche Partnerschaften mit Spielefirmen oder auch mit Marken. Hier geht es aber nicht um klassische Werbung oder so.
Moritz: Der Vollständigkeit halber frage ich noch mal kurz, ob Discord der Datenschutzgrundverordnung entspricht.
Ralf: Nein. Die Datenschutzbestimmungen ermöglichen den Unternehmen, mit den Daten der Nutzerinnen Nutzerinnen auf eine Art und Weise zu arbeiten, die nicht den Vorgaben der DSGVO entsprechen. Das war jetzt aber hier nicht herausragend als herausragendes Merkmal so dargestellt werden. Das gilt nämlich momentan für ganz, ganz viele Dienste in diesem Bereich.
Moritz: Ich wollte es nur einfach angesprochen haben.
Ralf: Okay.
Moritz: Ich habe auch ein bisschen recherchiert. Also unabhängig von diesen 250 Millionen Accounts, wie relevant Discord tatsächlich ist.
Ralf: In den Workshops mit den Schulklassen gehört Discord auf jeden Fall zu den wichtigsten Plattformen und das wird auch in der Befragung ja deutlich.
Moritz: Ja, keine Frage, aber ich meine jetzt laut JIM-Studie, was.
Ralf: Ja wie gesagt, nichts mit dem Gym zu tun hat.
Moritz: Nein, genau. JIM steht für Jugend, Information und Medien. Und da wird das Mediennutzungsverhalten der zwölf bis bis 19-jährigen beschrieben in der letzten Folge unseres Podcasts, darauf bezog sich auch dein kleiner Scherz. Eben haben wir sehr ausführlich über die aktuelle Studie gesprochen.
Ralf: Das ist ein Standardwerk oder?
Moritz: Ja, das ist ein Standardwerk. Zumindest ist hier Discord unter den fünf relevantesten Onlineangeboten hinter WhatsApp, Instagram, Snapchat und TikTok genannt worden. 20 % der Befragten haben angegeben, Discord mehrmals täglich oder zumindest mehrmals in der Woche zu nutzen. Ja, mehr oder weniger gleichauf mit Pinterest. Was in der Studie auf Platz sechs genannt wird und was auf jeden Fall in der Studie sehr deutlich wird, ist der geschlechtsspezifische Unterschied. Also Discord wird von 32 % der männlichen Befragten genutzt, während nur 7 % der weiblichen Befragten angegeben haben, Discord regelmäßig zu nutzen. Und hier ist beispielsweise Pinterest wieder. Das fand ich ganz interessant bei den weiblichen Kindern und Jugendlichen mit 36 % wesentlich relevanter.
Ralf: Ja, auf jeden Fall. Pinterest wird in unseren Workshops auch genannt und da auch vorwiegend oder in erster Linie von von Mädchen.
Moritz: Ja, es sind nur 5 % der Jungen, die es nutzen. Und als ich mir diese ganzen Zahlen angeguckt habe, habe ich gedacht, dass wir vielleicht auch mal eine Folge in unserem Podcast machen sollen. Zu den geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Mediennutzung.
Ralf: Als wir Meinungen und Einschätzungen von Jugendlichen gesammelt haben, fand ich auch sehr schwierig, da Nutzerinnen zu finden, die sich angesprochen fühlten. Fast alle, die ich angesprochen haben, sagten Discord nutze ich gar nicht so häufig und ich kenne mich gar nicht so aus, dass ich da jetzt so eine Meinung zu hätte.
Moritz: Wobei ich das Gefühl habe, wenn du Jungs ansprichst, die haben da auch keine Ahnung, aber trotzdem eine Meinung.
Ralf: Das mag auf jeden Fall so sein, aber in diesem Fall hatten auf jeden Fall alle unseren Befragten Ahnung, würde ich sagen.
Moritz: Ja, und die lassen wir jetzt auch mal zu Wort kommen.
Jugendliche : Discord ist mittlerweile fast wie zu einem Grundausstattung Tool geworden, wenn du gerne am PC Spiele spielst.
Jugendliche : Ich benutze Discord um mit Freunden zu reden, wenn man Spiele spielt, die keinen eigenen Voicechat haben, aber auch gleichzeitig bei Spielen wo ein Voice vorhanden ist, weil bei Discord die Audioqualität deutlich besser ist als in vielen verschiedenen Spielen.
Jugendliche : Man kann halt sehr große Gruppen machen, wo dann irgendwie 10.000 Leute oder so drin sind. Da gibt es dann halt einzelne Textverläufe, wo halt Neuigkeiten über Spiele kommen oder wo man sich informieren kann über Dinge.
Jugendliche : Viele YouTuber nutzen das auch einfach nur als großen Chatraum im Endeffekt.
Jugendliche : Discord wird vor allem von Jugendlichen genutzt, die miteinander Videospiele spielen oder irgendwas zusammen gucken, was durch die Funktion Bildschirmübertragung ermöglicht wird.
Jugendliche : Für mich war das während der Pandemie eine großartige Sache, um mich zu vernetzen und mit Freunden einfach zu reden.
Jugendliche : Discord-Server gibt es zu allen möglichen Themen, also Spiele, Streamer, Discord, Server oder auch über Serien.
Jugendliche : Irgendwann war ich so ein kleiner Klassenserver, wo es dann auch über Schulthemen unterhalten haben.
Jugendliche : Discord kann man für alles nutzen, so ziemlich.
Ralf: Was für eine wunderbare App, die man für so ziemlich alles benutzen kann.
Moritz: Das braucht man. Aber ich glaube, dass es genau so ist. Also trotzdem war der erste Bezug bei ganz vielen Jugendlichen, mit denen wir gesprochen haben, erstmal Gaming.
Ralf: Ja klar. Und das wurde auch sehr deutlich gesagt, dass wenn du in irgendeiner Form online spielst, ist Discord ja so was wie die Standardanwendung. Und ich würde sagen, dass man Discord an dieser Stelle tatsächlich mit Teamspeak vielleicht vergleichen kann.
Moritz: Das habe ich bei der Vorbereitung dieser Folge auch gedacht. Also Teamspeak bot oder bietet die Möglichkeit, bei einem Spiel, das keinen eigenen Voicechat hat, parallel mit anderen zu sprechen. Also genau das, was die Jugendlichen zum Teil als Begründung zur Nutzung von Discord genannt haben. Und ganz interessant ist, dass 2018 in der damaligen JIM-Studie 57 % der Jugendlichen, die angegeben haben Onlinespiele zu spielen, sich parallel mit Teamspeak mit den anderen Spielerinnen und Spielern so vernetzt haben, parallel.
Ralf: Das heißt, du würdest sagen, Discord hat hier Teamspeak verdrängt, was vielleicht auch daran liegt, dass du bei Discord halt auch die Kamera und nicht nur das Mikrofon nutzen kannst.
Moritz: Also ähnlich wie bei Teams oder Zoom habe ich die Möglichkeit mit anderen Menschen zu sprechen, per Kamera sich zu sehen und vor allem auch den Bildschirm zu teilen.
Ralf: Und das fand ich bei der einen Aussage der Jugendlichen total interessant, dass dort eine Befragte angab, dass sie Discord nutzt, um mit anderen Jugendlichen gemeinsam YouTube Videos zu gucken.
Moritz: Das fand ich auch. Es geht darum, mit anderen Menschen gemeinsam etwas zu erleben, also wie zum Beispiel gemeinsam ein YouTube Video zu gucken.
Ralf: Ja, oder eine Gruppe zu öffnen, die dann ich sage mal der der Schulklasse entspricht.
Moritz: Ja, was jetzt auch wieder nichts mit Gaming zu tun hat. Und ich glaube, es ist ein Vorurteil, wenn man sagt, dass Discord einfach nur für Menschen interessant ist, die miteinander spielen.
Ralf: Und damit auch nur in Ansätzen mit Teamspeak vergleichbar.
Moritz: Vielleicht ist der Vergleich mit Zoom oder Teams da passender, also vielleicht sogar mit einem gewissen geschichtlichen Hintergrund.
Ralf: Oh, jetzt wird es spannend.
Moritz: Wann hast du Zoom kennengelernt?
Ralf: Das kann ich dir ziemlich genau sagen. Ich würde sagen in der Corona Pandemie, da man ja auf diese Art und Weise oder Das war die einzige Art und Weise, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die man aufgrund von Kontaktsperren nicht in Präsenz treffen konnte.
Moritz: Und es ging nicht nur um Arbeitszusammenhänge.
Ralf: Nein, auf keinen Fall. Auch im familiären Kontext haben Sie das genutzt. Ich weiß noch, dass ich meinen Eltern erklären musste, wie man diese Kamera aktiviert. Und wir haben Weihnachten, glaube ich, auch gezoomt.
Moritz: Ja, krass. Und ich denke, dass ohne Corona, Zoom oder vielleicht generell Online Konferenzen in der Form niemals so attraktiv geworden wären, wie sie heute sind. Und ich glaube, dass das für Discord in weiten Teilen auch gilt. Also ich habe Zahlen gefunden, nach denen Discord während der Pandemie einen Zuwachs von 100 Millionen Nutzerinnen und Nutzern hatte, die die Plattform während Corona wahrscheinlich auch nicht nur mit der Begründung Gaming genutzt haben.
Ralf: Oh, da würde mich mal interessieren, was die Studie zu dieser Zeit da so sagen.
Moritz: Dann sei mal froh, dass du mit mir zusammen einen Podcast machen darfst. Genau die Frage habe ich mich auch gestellt. Und es ist so, dass Discord in der JIM-Studie 2021 auf Platz 6 der täglich oder mehrmals genutzten Onlineangebote zu finden ist. Und in der Studie von 2020 rangierte es bei 2 % und 2019 nur bei einem Prozent. Wobei die Fragestellung hier etwas anders gewesen sein muss, weil das Ranking heißt Liebste Internetangebote oder so, aber das ist jetzt vielleicht egal, aber ich würde sagen, dass Discord auf jeden Fall auch durch die JIM-Studie belegbar durch Corona wesentlich attraktiver wurde.
Ralf: Und das vermutlich in erster Linie bei jüngeren Menschen, also die, die Discord schon vom Gaming her kannten und dann auf einmal festgestellt haben, dass während der Schulschließungen und Wegfall von so Freizeitbeschäftigungen wie Sport ist sehr, sehr attraktiv auf diese Art und Weise. Gemeinsam YouTube Videos zum Beispiel zu gucken.
Moritz: Ja, oder dieser Klassenserver, der da angesprochen wurde, der im Gegensatz zu einer WhatsApp Gruppe die große Attraktivität hatte, sich während der Schulschließung auch sehen zu können. Hätte man eigentlich noch mal genauer nachfragen sollen? Aber vielleicht ist das auch einfach Geschichte.
Ralf: Ich kann mir auch vorstellen, dass viele von den Möglichkeiten die Jugendlichen während der Corona Pandemie dann auch an Discord geliebt haben, auch heute noch ein Grund sind Discord zu nutzen, weil die Community die sie damals gebildet haben, die sind ja weiter da und zwangsläufig aus den Menschen bestehen mussten, mit denen man im Alltag dann zu tun hatte. So wie dieser Schulklasse zum Beispiel.
Moritz: Ja, ich höre das ganz oft von Jugendlichen, dass vielleicht Beziehungen, die sich damals entwickelt haben, heute noch bestehen. Und ich glaube, das ist besonders für Jugendliche, die sich vielleicht auch heute in irgendeiner Art und Weise von ihrem Umfeld vor Ort nicht so ernst genommen oder akzeptiert fühlen wie andere oder wie sich das wünschen. Und ich hatte vor ein paar Monaten mal ein sehr interessantes Gespräch mit einem jungen Erwachsenen, der sich in der Pubertät gefragt hat, ob er nicht eventuell homosexuell sei. Und mit diesem Thema konnte er in seiner Wahrnehmung zumindest erstmal mit niemandem darüber aus seinem Umfeld sprechen und hat dann auf Discord, auf welche Art und Weise auch immer eine Gruppe gefunden mit Jugendlichen, die sich mit den gleichen Fragen beschäftigten. Und die Kommunikation mit dieser Gruppe hat ihm dann erst einmal sehr weitergeholfen und darin bestärkt. Jetzt oder in Folge dessen auch mit anderen Menschen, wie zum Beispiel seinen Eltern ganz offen darüber sprechen zu können.
Ralf: Ich muss mal kurz reingehen. Gut, dass du das mit den Eltern gerade noch gesagt hast, weil ich kann mir schon vorstellen, dass Eltern, die uns jetzt zuhören, vielleicht in diesem Punkt auch Sorgen machen, dass wenn Kinder jetzt in solchen existenziellen Fragen, wo es dann um Sexualität geht, also Unterstützung von von vielleicht unbekannten Menschen suchen.
Moritz: Aber das beschreibt ein ganz typisches Dilemma. Also je mehr Ausgrenzung vielleicht ein Jugendlicher in seinem Alltag erlebt oder je mehr er sich von seinen Eltern vielleicht auch unverstanden fühlt, desto größer ist die Bedürftigkeit, endlich Menschen zu finden, die einen so akzeptieren, wie man ist. Und wenn ich diese Menschen in meinem Umfeld einfach nicht finde, weil es vielleicht in dem Dorf, in dem man lebt, die auch gar nicht gibt, ist Discord eine ganz große Chance, sich zu vernetzen mit Gleichgesinnten, unter denen man dann nicht der Sonderling ist, sondern einfach ganz normal.
Ralf: Ja, aber.
Moritz: Nein. Menschen, die in vielen Eigenschaften dem Mainstream entsprechen oder sich von der Gesellschaft akzeptiert fühlen, haben oft gar nicht das Bedürfnis, online eine Community zu suchen, die sie so nimmt, wie sie sind. Also wer äußerlich und im Verhalten dem entspricht, was in der Gesellschaft als normal betrachtet wird, braucht Discord vielleicht eher als Plattform, um beim Gaming zu kommunizieren, aber nicht unbedingt um neue Freundinnen und Freunde zu finden oder so etwas wie soziale Stabilität zu erfahren. Das klingt jetzt total kompliziert.
Ralf: Aber ich glaube, dass das ein ganz zentraler Punkt ist, das bei den Chancen und Risiken einer Plattform. Diese liegen immer sehr, sehr, sehr, sehr nah beieinander.
Moritz: Oder sind vielleicht sogar gleich. Ja, und die Chancen sind das Risiko.
Ralf: Moritz. Wenn ich mit völlig unproblematischen Menschen online irgendwelche Spiele spiele und nebenbei miteinander sprechen kann, dann werden die meisten Eltern das nachvollziehen können, dass das Kind diesen Ort braucht. Wenn man jetzt aber den Eindruck hat, dass Discord für das eigene Kind eher sowas wie ein ja eine riesige Kontaktbörse ist oder so ein Tinder oder so, wo man zehntausende von Menschen, hat einer gesagt, in so einer Gruppe drin hat. Das kann ich mir schon vorstellen. Weißt du worauf ich hinauswill?
Moritz: Ja. Als ich meine Gedanken eben so beschrieben habe, wollte ich auch nicht sagen, dass es nicht riskant ist, gerade als Kind oder Jugendliche aus der Not heraus im Internet zum Beispiel bei Discord Menschen zu finden, von denen man glaubt, dass sie einem gut tun. Also ich wollte das nur beschreiben.
Ralf: Im Prinzip passt das ja auch zu den Sorgen, die uns die interviewten Jugendlichen genannt haben.
Jugendliche : Also da gibt es ja schon unter anderem auch Inhalte, die nicht unbedingt jugendfrei sind. Und es gibt sicher die Gefahr auf Auf so Kontakte, die man eigentlich nicht haben möchte.
Jugendliche : Aber es gibt schon auf Discord viele Pädophile. Die dann jüngere Kinder anschreiben und dann sagen Ey, ich bin jetzt auch so in dem Alter wie du.
Jugendliche : Ja, es gibt da halt jetzt keine wirkliche Kontrolle, wo man sagen kann, dass das das es sicher ist. Ich zum Beispiel wurde auch betrogen über Geld einfach. Da laufen generell viele Scammer rum.
Jugendliche : Du kannst da eigentlich alles schreiben auf dieser Plattform. Es gibt keine Kontrolle. Richtig, Man kann natürlich Nachrichten melden.
Jugendliche : Generelle Moderation gibt es halt nicht auf Discord und deswegen werden privat Moderatoren für Server bezahlt.
Jugendliche : Wenn ein Jugendlicher oder ein Kind Discord hat, dann möchte man ja auch vernetzt sein und sich austauschen und das geht nun mal am besten über Discord. Das haben halt mittlerweile wirklich viele Kinder oder Jugendliche.
Jugendliche : Ma sollte es halt lassen, dass man nicht mit Fremden schreibt oder wenn man mit Fremden schreibt, dann halt nichts persönliches sagen.
Jugendliche : Wie auch bei jedem anderen Messenger oder App sollte man auf die Sicherheit achten und die Grenzen von sich selber kennen, keine Angst haben, sich Hilfe zu suchen.
Jugendliche : Es ist auf jeden Fall wichtig, dass man darauf achtet, mit welchen Leuten man abhängt.
Ralf: Ja, das ist wie sonst auch Du musst achten, mit wem du abhängst.
Moritz: Darauf kommt es an! Also Discord ist nur die Plattform, die so gut oder schlecht ist, wie die Leute, mit denen ich da abhänge. Und hier glaube ich, können Eltern ihren Kindern eher vertrauen, wenn sie genau das wissen, mit wem die Kinder da abhängen.
Ralf: Ja, und das können Eltern doch auch rausfinden, indem sie ich sag mal einfach dabei sind. Die brauchen keinen eigenen Account, sondern vielleicht einfach mal ins Zimmer reingehen, wenn das Kind gerade online geht und einfach mal in die Kamera gucken und sich so einen Eindruck zu verschaffen, wie man das ja sonst auch macht, wenn die Kinder Besuch haben.
Moritz: Ja, so peinlich, wie man als Eltern halt ist. Aber ich glaube auch, dass das ganz offen kommuniziert werden sollte. Also dass Eltern ihren Kindern erklären, je mehr die Kinder die Eltern mitnehmen, desto besser können die Eltern dem Kind vertrauen und dann vielleicht auch mehr zutrauen. Und je mehr die Eltern das Gefühl haben, dass das Kind dann auch sich verantwortungsvoll verhält und mit den eigenen Daten oder in der Kommunikation mit Fremden, dann.
Ralf: Ja dann fällt es auch leichter, das Kind darin zu unterstützen, sie dann zu nutzen.
Moritz: Zu unterstützen. Und ja, schwierig finde ich, dass wir hier von Kindern sprechen, weil das muss man ja realistischerweise sagen, es sind Kinder, die Discord nutzen. Also die sind auch wirklich sehr, sehr jung.
Ralf: Ja, und laut der aktuellen Nutzungsbestimmung von Discord ist es ein bisschen kompliziert herauszufinden, welches Mindestalter vorausgesetzt wird. In einer Liste auf dem Support Seiten von Discord taucht Deutschland auf mit der Kennzeichnung 16 plus. Das, was ja auch schon anklang ist, dass es Server gibt mit sehr problematischen Inhalten, wo problematische Dinge kommuniziert werden, unter Umständen auch pornografisches Material verbreitet werden kann. Eine offizielle USK Freigabe in dieser Form gibt es nicht, also muss es nicht geben. Genau. Im Android Spiel Android Play Store gibt es allerdings das Label ab 18 Jahren. Im Apple Play Store wird 17 plus angegeben. Von daher ist ziemlich eindeutig, dass Discord nicht für Kinder gedacht ist.
Moritz: Und realistischerweise wird es aber von ganz vielen Menschen genutzt, die zum Teil wesentlich jünger auch als 16 sind. Von daher können wir es uns hier nicht ganz so einfach machen und so tun, als wäre das für Familien mit jüngeren Kindern kein Thema.
Ralf: Ja, das ist mir auch in den Aussagen der Jugendlichen aufgefallen. Im Prinzip ist das Problem wurde beschrieben, dass wenn jetzt tatsächlich alle aus seinem Freundeskreis bei Discord online sind es vereinzelt Kinder und Jugendlichen, kann es negative Konsequenzen haben, wenn die Eltern hier Discord verbieten.
Moritz: Und die dann da fehlen.
Ralf: Genau, Ich weiß nicht mehr wie er es gesagt hat, aber es klang als wäre Discord eben tatsächlich einfach der Standard der Kommunikation.
Moritz: Ja, aber was nicht heißt, dass Eltern deshalb alles erlauben müssen. Also ich glaube, dass Eltern klar sein muss, welchen Stellenwert Discord für das jeweilige Kind hat und wie drastisch dann die Einschränkung wirklich im Alltag ist. Wenn die Eltern eben wirklich sagen Nein, wir wollen dir das nicht erlauben.
Ralf: Ja.
Moritz: Wir haben jetzt ganz viele Argumente gefunden, so aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen, warum Discord eine tolle Sache ist, unabhängig von Gaming. Du kannst mit anderen Leuten zusammen YouTube Videos gucken, was viel schöner ist als alleine. Und da geht es gar nicht darum, ob das jetzt besser oder schlechter ist als mit anderen Leuten im Raum. Es ist halt auf jeden Fall nicht alleine. Das finde ich eigentlich auch total gut. Den Ansatz oder dass beispielsweise auch der Junge, der dann durch andere Menschen auf Discord ermutigt wurde, mit seinen Eltern über seine Gedanken zum Thema Homosexualität zu sprechen. Auch das finde ich durchaus positiv. Und auch wenn ich mir absolut vorstellen kann, so wie du das im Prinzip ja auch empfunden hast, dass das für Eltern eine ganz gruselige Vorstellung ist und was ja auch wirklich haarscharf an Ja, haben wir drüber gesprochen. Auf der anderen Seite haben wir natürlich die ganzen Negativseiten. Und wenn du jetzt ganz pauschal sagst Ja, also ich möchte nicht, dass du das benutzt, weil du erst meinetwegen 15 bist, dann glaube ich, dass man Kindern auch ganz viel nehmen kann, auch wenn gleichzeitig natürlich die ganzen problematischen Sachen, die sind ja auch da.
Ralf: Ich glaube, was Eltern auch berücksichtigen müssen, abgesehen vom Alter, wie es dem Kind grundsätzlich geht. Das, was wir vorher besprochen haben, war ja, dass Kinder, die vielleicht in einer Krise stecken oder sich einsam fühlen, das es denen unter Umständen schwerer fällt. Zwischen guten und schlechten Kontakten zu unterscheiden, weil.
Moritz: Weil sie so bedürftig sind.
Ralf: Ja, auf der Suche nach Freunden vielleicht.
Moritz: Ja, und hier spielt dann auch eine ganz wichtige Rolle, was die eine Jugendliche gesagt hat, was ich sehr treffend fand. Oder vielleicht auch ein bisschen besorgniserregend, dass man sich trauen muss, Hilfe zu suchen. Und wenn ich als Eltern also das Gefühl habe, dass mein Kind sich nicht traut, sich an mich zu wenden, wenn dort etwas schiefgeht, dann wäre das auch ein Punkt, über den man vielleicht einfach ganz offen auch mit dem Kind sprechen muss. Also von daher spielt auch die Beziehung zwischen Eltern und Kind eine Rolle, wie viel Freiheiten Eltern den Kindern im Falle von Discord zutrauen können oder sollten oder, ja ich glaube können.
Ralf: Und möglich wäre auch zum Beispiel das Kind Discord nur nutzt, wenn die Zimmertür offen ist, so dass Eltern so ein bisschen mitbekommen, was da los ist. Es ist natürlich schwierig, wenn es dann um persönliche Anliegen geht. Aber für den Anfang kann das ein Weg sein, um vielleicht Vertrauen aufzubauen.
Moritz: Immer kannst du das nicht machen? Aber das können Eltern so grundsätzlich erst mal ein Gefühl bekommen. Meinetwegen. Was für ein Ton herrscht da in der jeweiligen Gruppe oder wie wird da miteinander umgegangen?
Ralf: Ja, da könnte auch die Frage sein, was das jetzt für ein Server ist Und.
Moritz: Wer ist da grundsätzlich, wofür wird er genutzt?
Ralf: Ja und wer moderiert da zum Beispiel?
Moritz: Ja und für Jugendliche, die Discord nutzen. Also für die Jugendlichen in dem Fall oder Kinder meinetwegen ist wichtig zu wissen, was ist ein Scammer von denen einer der Jugendlichen gesprochen hat. Also die. Woran erkenne ich, dass mich jemand hier beispielsweise betrügen will, Also Daten erschleichen oder wie es vermutlich in dem angesprochenen Fall war, dass dort ein Produkt verkauft wurde, was es am Ende vielleicht gar nicht gibt. Oder skeptisch sollten Kinder und Jugendliche immer werden, wenn jemand einen dann vielleicht ja zu so einem Geschäft drängen möchte. Im Sinne von Du musst jetzt schnell zahlen oder meinetwegen mich mit einer Geschenkkarte oder so belohnen. Also ich glaube, so ein Gefühl brauchen Kinder und Jugendliche.
Ralf: Ja klar. Und ich glaube, dass Kinder dann auch klar sein muss, dass so eine vorgegebene Identität mittelfristig überprüft werden muss. Ob es wirklich die Person ist, die dahinter steckt. Zumindest, bevor man dann engere Beziehungen eingeht.
Moritz: Ich fand da diesen einen Hinweis spannend. Ich weiß nicht mehr genau. Dass man seine eigenen Grenzen kennen muss. Und vielleicht kann es möglich sein, dass Eltern sehr behutsam mit dem eigenen Kind darüber sprechen, dass es sich vielleicht tatsächlich gerade meinetwegen, weil es ihm so schlecht geht oder weil es viel Ausgrenzung erleben muss, schneller Fremden anvertrauen würde. Und dass es deshalb ganz besonders wichtig ist, im Kontakt mit den Eltern zu bleiben und darüber zu sprechen. Also diese Unterstützung, die du angesprochen hast. Also ich glaube, das ist wahnsinnig anspruchsvoll.
Moritz: Ja, ich glaube, das ist besonders anspruchsvoll ist, weil ja aus verschiedenen Gründen Discord pauschal nicht kindgerecht ist.
Moritz: Ne genau. Und auch nicht sein will. Wahrscheinlich.
Ralf: Genau. Und wenn ich mit einer geschlossenen Gruppe kommuniziere, die man aus dem privaten Umfeld ohnehin schon kennt, ist das Risiko wesentlich geringer. Und das Risiko wird ja auch geringer, wenn ich weiß, wie ich mich auf Discord zu bewegen habe. Also die technische Medienkompetenz. Ganz klassisch, wenn zum Beispiel Alarmsignale bekannt sind, an denen man problematische Fremde erkennen kann. Und vor allem, wenn Kinder und Jugendliche wissen, an wen man sich dann. Das hatten wir vorhin ja auch wenden kann, wenn ich Hilfe brauche.
Moritz: Das müssten wir irgendwann mal in unserem Podcast vertiefen. Also diese Alarmsignale, von denen du gerade bist.
Ralf: Welche das sind.
Moritz: Genau. Und zum Stichwort, an wen man sich wenden kann, ist es natürlich großartig, wenn es die eigenen Eltern sind. Wenn das allerdings aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist, sei hier noch mal die Selbsthilfeplattform juuuport und die Nummer gegen Kummer genannt.
Ralf: Ja, erwähnen möchte ich auch noch das Family Center für Eltern und Erziehungsberechtigte. Hier können Eltern Accounts mit den Accounts der Kinder verknüpft werden und Eltern haben hier die Möglichkeit zu kontrollieren. Das was Kinder in den letzten Tagen bei Discord gemacht haben. Ja Moritz, ich finde auch nicht so richtig sympathisch, Kinder zu kontrollieren, sondern finde natürlich immer ein Gespräch oder viele Gespräche viel, viel besser, aber-
Moritz: Ja, belassen wir es dabei, also-
Ralf: Ich wollte es erwähnen.
Moritz: Lass uns den Artikel aus dem Supportbereich von Discord. Den hattest du mir ja auch geschickt. Also zu den Familienzentren einfach mit verlinken. Ja.
Ralf: Sehr schön. Was haben wir sonst noch? Du hast angedeutet, dass wir noch einmal über ein Social Media Verbot für Jugendliche in der EU sprechen müssen.
Moritz: Ja, wir haben das in der letzten Folge eigentlich nur ganz kurz erwähnt. Das EU-Paparlament hat am 26. November mehrheitlich beschlossen, dass Minderjährige im Internet besser geschützt werden müssen. Ich weiß nicht mehr genau, wie ich das da formuliert habe. Zumindest kam die Rückfrage, was das jetzt bedeutet. Ob das jetzt heißt, dass es ähnlich wie in Australien ein entsprechendes Social Media Verbot jetzt geben wird.
Ralf: Das ist ganz schön kompliziert und so ganz klar ist mir das auch nicht.
Moritz: Nein, also das EU-Paparlament kann ein solches Verbot nicht beschließen. Also ich will jetzt gar nicht so sehr ins Detail gehen, aber die Rollen von EU-Parlament und EU-Kommission werden nach meinem Gefühl, also ich checke das auch immer nicht so richtig. Aber es ist so das EU-Parlament hat mehrheitlich beschlossen, dass Kinder und Jugendliche besser geschützt werden sollen, unter anderem durch Verbote von bestimmten Diensten für Minderjährige und beschlossen assoziiert jetzt, dass dieses Verbot beschlossen wurde. Das ist aber nicht so! Es handelt sich dabei eher um so etwas wie eine Resolution, aber noch nicht um ein verabschiedeten Gesetz. Als nächstes kann die EU-Kommission diesen Beschluss dann aufgreifen und prüfen, was jetzt passieren müsste, um diesen Beschluss nachzukommen. Und in dem Fall wird wahrscheinlich ein neues Gesetz notwendig sein, dass dann jetzt als offizieller Gesetzesvorschlag von der EU-Kommission erarbeitet werden muss. Und das wird wiederum dann vom EU-Paparlament und dem Rat der EU angenommen oder eben nicht. Und erst wenn das passiert ist, gilt das neue Gesetz als EU Recht in den ganzen Mitgliedsstaaten.
Ralf: Und das klingt ganz schön kompliziert.
Moritz: Ja, vielleicht habe ich das jetzt auch nicht so richtig gut erklärt, aber wichtig finde ich, dass das, was jetzt im November beschlossen wurde, ist noch lange kein Gesetz, sondern wirklich erst ein Anfang. Maximal. Und bis so ein Gesetz, dann von der Kommission vorbereitet wird.
Ralf: Achso ja.
Moritz: Oder wurde, vergehen Monate also das Gesetzgebungsverfahren im Parlament und Rat wird ebenfalls immer Monate dauern und man kann davon ausgehen, dass bei umstrittenen Themen das Ganze auch Jahre dauern kann. Nachdem das Gesetz dann beschlossen wurde, haben die Mitgliedsstaaten in der Regel noch einmal wieder Zeit, nach dem Inkrafttreten die neuen Regeln umzusetzen. Und das kann unter Umständen noch mal einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Und nach dem, was ich gelesen habe, wäre eine Umsetzung innerhalb von zwei Jahren schon schnell. Also 4 bis 5 Jahre ist nicht unrealistisch. Was natürlich immer davon abhängt, wie groß der politische Druck insgesamt dann ist.
Ralf: Okay, aber das bedeutet, wenn sich zum jetzigen Zeitpunkt Eltern freuen, dass ihre Kinder schnell durch das entsprechende Gesetz oder diese Gesetzgebung geschützt werden.
Moritz: Dann würde ich sagen, dass die jetzt zehn Jahre alten Kinder unter Umständen gar nicht mehr betroffen sein werden.
Ralf: Okay.
Moritz: Ich habe das jetzt vielleicht auch viel zu ausführlich dargestellt, aber ich hoffe, dass das. Nein, also mir geht es jetzt auch nicht darum, die Europäische Union zu kritisieren oder so, unter Umständen finde ich es eher sogar wichtig oder richtig, dass hier sauber gearbeitet wird und wirklich auch umsetzbare Gesetze entwickelt werden und dass das Ganze kein Schnellschuss wird. Oder vielleicht findet man raus, dass es irgendwie nicht so richtig funktioniert oder es vielleicht auch ganz anders geht. Oder dass vielleicht dieser Weg der Verbote der falsche ist. Also da wird ja im Moment noch ganz, ganz viel diskutiert und ich glaube nicht, dass man da zum jetzigen Zeitpunkt so wirklich absolut sicher sagen kann, was jetzt stimmt und was nicht. Und ach, keine Ahnung. Ich will jetzt nicht das ganze Fass aufmachen. Ich will nur sagen, bis ein entsprechendes Gesetz auf EU Ebene greift, Das wird einfach noch ein bisschen dauern.
Ralf: Dauern ist eine gute Sache. Wir haben nicht mehr viel Zeit. Trotzdem die Frage Was gibt es sonst noch, Moritz?
Moritz: Ich möchte mich ganz kurz bei den Personen bedanken, die uns mitgeteilt haben, dass wir im individuellen Spotify Wrapped 2025 unter den meistgehörten Podcasts waren, um nicht hier Werbung für Spotify zu machen. Weil hier macht niemand Werbung für irgendwas. Diese ganze Wrapped Aktion ist eine mega Werbeaktion. Also im Prinzip bekommt man, wenn man Spotify nutzt, am Ende so eine Jahresstatistik, aus der dann hervorgeht, was man das ganze Jahr über gemacht hat. Und da waren einige Menschen, die unseren Podcast regelmäßig gehört haben.
Ralf: Und dadurch, dass sie dann als Screenshots auf Social Media posten, ist das eine sensationelle Werbung für Spotify.
Moritz: Genau. Aber das soll jetzt hier nicht Plattform dafür sein. Ich wollte dich noch fragen, ob du weißt, was das österreichische Jugendwort des Jahres geworden ist?
Ralf: Äh ne?
Moritz: 67.
Ralf: Das crazy.
Moritz: Und das ist das deutsche Jugendwort des Jahres.
Ralf: Ist sehr peinlich, wenn ich nicht weiß, was 67 so wirklich bedeutet?
Moritz: Ne das ist normal.
Ralf: Okay.
Moritz: Niemand weiß das so richtig. Man kann das einfach so sagen. Zum Beispiel, wenn man nicht weiß, was man sagen soll.
Ralf: Okay, dann sage ich einfach mal 67.
Moritz: Ich hätte jetzt total viel Lust, noch weiter über 67 zu schwadronieren. Also wo das herkommt und welche Rolle das in TikTok Memes spielt oder so, aber wir haben da keine Zeit.
Ralf: Ne, absolut nicht. Und deshalb bedanken wir uns bei allen fürs Zuhören. Wir freuen uns über Rückmeldungen über die bekannten Social Media Kanäle, die unter www.smiley-ev.de zu finden sind und gerne auch per Mail an podcast@smiley-ev.de.
Moritz: Wir hören uns wieder am 29. Dezember 2025 und sagen Bis dahin Tschüss!
Ralf: Nein, stopp! Wir haben die Folge zum Weiterhören vergessen.
Moritz: Ach ja.
Ralf: Ich würde gerne die Folge zum Social Media Verbot in Australien vom 16. Dezember 2024. Da musste ich schon dran denken, als wir über das in Europa sprachen.
Moritz: Ja, okay, einverstanden. Jetzt ist aber Schluss. Tschüss.
Ralf: Tschüss!
Moritz: Ich muss sagen, dass das irgendwie bei den anderen Folgen, in denen wir Apps im Detail erklärt haben, also Brawl Stars und Tiktok. Das war irgendwie einfacher, weil diese Alltagsgeschichten Realität und das ist so weit auseinander. Wobei bei Roblox war das auch schwierig.
Ralf: Ja, ja und bei den Interviews haben wir auch sehr bewusst ältere Schülerinnen und Schüler gefragt.
Moritz: Aber ich glaube, wir sind auf dieses Dilemma eingegangen.
Ralf: Ja.
Moritz: Ciao.
Ralf: Ciao.