Transkript:
Moritz: Eltern nehmen sich vielleicht vor, sachlich mit dem Kind über die Mediennutzung zu sprechen, aber aus irgendwelchen Gründen eskaliert das Ganze dann. Dass die Eltern dann aus der Perspektive des Kindes einfach nur hemmungslos schimpfen.
Ralf: Ich begrüße alle Hörerinnen und Hörer am 22. September 2025 zum Podcast "Was mit Medien(erziehung). Alle 14 Tage ist Medienerziehungs-Montag und Zeit für eine neue Folge. Der Verein smiley e.V. besucht in einem Aktionsradius von zwei, drei Autostunden um Hannover herum Schulklassen im Rahmen von Medienkompetenz-Workshops, arbeitet deutschlandweit mit Eltern und Fachkräften zum Thema Medienerziehung. Und in diesem Podcast diskutieren wir unsere Eindrücke und Erfahrungen aus unserer praktischen Arbeit und machen uns dabei Gedanken, wie Medienerziehung gelingen kann. Dieser Podcast wird gefördert von Aktion Mensch. Mein Name ist Ralf Willius und mir gegenüber sitzt mein geschätzter Kollege Moritz Becker.
Moritz: Hallo!
Ralf: Hallo!
Moritz: Was soll ich jetzt sagen? Wieso?
Ralf: Was willst du jetzt noch sagen?
Moritz: Ja, ich habe jetzt nur Hallo im Intro gesagt. Wir haben noch mal überlegt, dass wir uns da so ein bisschen abwechseln wollten in der Begrüßung.
Ralf: Ja, ich hatte mir vorgenommen, das Intro mal wieder klassisch zu machen und nicht immer so rumzueiern, wie beim letzten Mal.
Moritz: Okay, dann beschränke ich mich auf ein simples Hallo.
Ralf: Wir haben endlich wieder Besuch in unserem Podcast. Heute digital zugeschaltet aus Berlin Sophie Wassmund, Stimmtrainerin und Kommunikationstrainerin.
Sophie: Hallo!
Moritz: Hallo Sophie, Ich freue mich.
Ralf: Hallo! Doch bevor wir mit dem Hauptthema loslegen, müssen wir noch ganz kurz klären, was es so an Rückmeldungen zur letzten Folge gab.
Moritz: Erst einmal zwei ganz kurze Rückmeldungen. Wir haben uns beim letzten Mal darüber beklagt, dass die Intros von Podcasts nerven und dafür Zustimmung erhalten. Intros nerven wirklich, aber sie müssen sein. Von daher hast du das heute richtig schön gemacht, mein lieber Ralf.
Ralf: Dankeschön.
Moritz: Und außerdem wurde zurückgemeldet, dass unser neues Icon viel schöner aussieht als das alte.
Ralf: Was jetzt ja keine so große Kunst ist, weil das Alte wirklich sehr furchtbar war.
Moritz: Das stimmt. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für das ehrenamtliche Engagement von Anna Polat, die mit uns als Designerin das neue Icon erstellt hat.
Ralf: Und auch ein Dank an Iris Terzka, die als professionelle Fotografin uns beiden fotografiert hat.
Moritz: Und auch das ehrenamtlich.
Ralf: Was wären wir ohne euch?
Moritz: Jetzt noch eine inhaltliche Rückmeldung. In der letzten Folge haben wir versucht, etwas konkreter zu beschreiben, welche Kompetenzen ein Kind haben muss, bevor es ein eigenes Handy besitzen bzw. verantwortungsvoll benutzen kann. Und der Anlass war, dass viele Eltern auf die Frage, wie alt das Kind sein muss von pädagogischen Fachkräften, dann so die Antwort - Es kommt darauf an - bekommen.
Ralf: Was ja total unbefriedigend ist.
Moritz: Ja, weil man diese Frage ja auf den ersten Blick erst mal sehr einfach beantworten kann. Mit meinetwegen 14 Jahren. Und wir haben versucht, in der letzten Folge herauszuarbeiten, worauf es jetzt konkret ankommt. Und dabei ging es uns jetzt viel um Medienkompetenz, aber auch um ganz allgemeine Kompetenzen wie Sozialkompetenz, Empathie...
Ralf: Und was hast du da für Rückmeldungen bekommen?
Moritz: Und zwar hat sich eine Hörerin die Frage gestellt, dass diese ganzen Anforderungen nicht nur für Kinder gelten, sondern ja eigentlich auch für Erwachsene.
Ralf: Ich finde ein sehr guter Punkt.
Moritz: Ja, und ich glaube, dass viele Erwachsene, die Social Media nutzen, auch nicht all den von uns formulierten Anforderungen entsprechen.
Ralf: Ja, auf jeden Fall. Den Eindruck habe ich auch, dass Eltern sich in WhatsApp Gruppen sehr, sehr merkwürdig verhalten.
Moritz: Eltern-WhatsApp-Gruppen? Ja!
Ralf: Manchmal habe ich den Eindruck, dass es gar nicht so weit weg wie da gestritten wird und wie der Ton da so ist von dem, was wir in Schulklassen diskutieren.
Moritz: Und ich glaube, dass es einfach daran liegt, dass die Menschen, an die du da jetzt gerade denkst, die haben als Kinder nicht gelernt, wie man intuitiv meinetwegen WhatsApp nutzt. Das heißt, diese Vorbereitung, die wir thematisiert haben, haben die selber nicht erfahren, weil es einfach vor 25 Jahren keine WhatsApp Gruppen so gab.
Ralf: Ich glaube, nach unseren Überlegungen dürften viele dieser Eltern noch gar keine eigenen Smartphones haben.
Moritz: Die Frage ist nur...
Ralf: Eigentlich müssten all die 30 bis 50-jährigen, die da im Internet so viel Chaos anrichten, noch viel lernen.
Moritz: Ja, ja. Und ich habe mir vorgenommen, also zukünftig auch in der Elternarbeit noch viel mehr einfach auch über die Vorbildfunktion in der Mediennutzung von Eltern zu sprechen.
Ralf: Ja, ich denke schon, dass manche Eltern sich da auch selber wiederfinden, dass wenn wir über das Verhalten von Kindern und Jugendlichen so online beschreiben und vielleicht ändert das ja auch was in der Art und Weise, wie sie dann Medien nutzen, also die Eltern.
Moritz: Und ehrlicherweise muss ich sagen, dass auch ich jetzt in Workshops mit Kindern und Jugendlichen viel von denen lerne. Und vielleicht muss man wirklich sagen, dass die Aufgabe im Moment ist, gemeinsam, also mit Kindern und Jugendlichen, zusammen, eine gesunde Form der Mediennutzung zu finden.
Ralf: Vermutlich schon, ja.
Moritz: Alles Weitere würde ich gerne am Schluss besprechen, denn wir haben Besuch.
Ralf: Genau heute digital zugeschaltet aus Berlin. Sophie Wassmund. Sophie, kannst du uns noch mal kurz beschreiben, was deine Aufgabe als Stimm- und Kommunikationstrainerin ist?
Sophie: Ich werde von zum Beispiel Akademien oder von Unternehmen gebucht und komme dann in eine Gruppe. Entweder eine Gruppe von Menschen, die nichts miteinander zu tun haben oder in ein bestehendes Team. Und dann widmen wir uns verschiedenen Themen.
Moritz: Hast du da Beispiele?
Sophie: Zum Beispiel präsentieren, rhetorisch sprechen, verantwortungsvolle Sprache, Führung übernehmen, Konflikte lösen, Stimme entdecken und fortbilden. Schön zu klingen. Und dass ich selber darauf Lust habe, meine Stimme zu hören. Viele haben ja keine Lust auf ihre eigene Stimme, was sehr schade ist.
Moritz: So geht es mir immer, wenn ich diesen Podcast schneide.
Sophie: Ja, ja, denn die Stimme klingt immer höher, das ist völlig klar. Wir hören uns ja auch über unsere Knochenleitung und dann klingt alles irgendwie ganz nett. Und auf der Aufnahme ist der Schreck groß.
Moritz: Dann hoffe ich doch mal, dass der Schreck wirklich nur bei mir so groß ist und nicht bei den Hörerinnen und Hörern. Ich habe mich übrigens neulich Ralf mit deinem Sohn unterhalten darüber, wie das ist, sein Vater im Podcast zu hören, weil er mir erzählte, dass er auch regelmäßig unseren Podcast hört. Ich sage wie ist das, wenn man seinen Vater da so labern hört? Dann sagte er Papa, labert zu Hause auch den ganzen Tag. So besonders wäre das nicht.
Ralf: So ist mein Sohn.
Moritz: Liebe Sophie, wenn du dir verschiedene Folgen von unserem Podcast anhörst, dann stellst du vermutlich immer wieder fest, dass wir uns mit der Situation auseinandersetzen, wie Eltern Kinder konstruktiv auf die Nutzung von Social Media vorbereiten können oder dabei begleiten können. Und dass dabei immer wieder Diskussionen entstehen, die dann vielleicht doch eskalieren, weil es Eltern nicht immer gelingt, vielleicht sofort zu verstehen, welche Bedürfnisse ein Kind eigentlich hat, wenn es sagt: Ich möchte jetzt unbedingt vielleicht noch eine halbe Stunde länger am Tablet sein oder so! Und das liegt oft daran, dass Eltern ohne all das groß geworden sind, was heute für Kinder und Jugendliche so ganz normal ist und man sich dann deshalb nicht so richtig in die Kinder reindenken kann, wie man das vielleicht jetzt bei Diskussionen um die Höhe des Taschengeldes oder wie lange man abends weg sein darf oder Dinge hat, die man aus der eigenen Kindheit noch kennt, instinktiv kann und in einem Gespräch mit dir, ich denke, du erinnerst dich daran, oder ich hoffe es. Da haben wir überlegt, inwieweit es nicht vielleicht einfach auch eine Frage der Gesprächsführung ist. Eltern nehmen sich vielleicht vor, sachlich mit dem Kind über die Mediennutzung zu sprechen, aber aus irgendwelchen Gründen eskaliert das Ganze dann, dass die Eltern dann aus der Perspektive des Kindes einfach nur hemmungslos schimpfen. Und jetzt an dich als Kommunikationstrainerin. Was sind so die Ursachen, weshalb aus ganz einfachen Themen auf einmal eine Riesendiskussion werden kann?
Sophie: Wenn ich es runterbreche, dann ist passiert das oft, weil auf der einen Seite die Leute sich gar nicht bewusst sind, was mit einer Nachricht mittransportiert wird. Also eben nicht immer nur die eine Information, so wie ich sie verstehe, sondern viele verschiedene Informationen, die verschieden gemeint sein können und die ich verschieden auffassen kann. Und auf der anderen Seite, weil es oft verkehrt herum läuft, dass ich sofort eine Schnellschuss-Antwort gebe, ohne erst mal die Beziehung zu klären. Nämlich Ich höre dich. Ich. Ich sehe dich. Aha. Das ist dir wichtig. Und jetzt hör mal, was ich dazu zu sagen habe.
Moritz: Nehmen wir mal ein ganz einfaches Beispiel. Eltern wollen, dass das Kind das Tablet weglegt, aber das Kind möchte weiter am Tablet bleiben. Und bevor wir konstruktiv drauf gucken, wie man Konflikte vermeidet, vielleicht einfach mal in welche Richtung kann das jetzt, wenn ich nicht aufpasse, schieflaufen?
Sophie: Oh, in viele Richtungen. Also es kann zum Beispiel schieflaufen, dass die Eltern nicht nachfragen, warum das Kind das jetzt gerne möchte, sondern der Meinung sind. Mein Wort ist Gesetz und das Kind hat sich daranzuhalten. Sie können dann mit so einem Autoritätsargument kommen. Ich habe es zu sagen und du hast zu folgen. Sie können vertrösten, aber dafür darfst du doch nachher. Und das heilt aber die Gefühle in dem Moment überhaupt nicht. Oder sie, sie kommen direkt ins Schimpfen, weil so viele Gefühle da sind. Gefühle von. Was passiert mit meinem Kind, wenn es so lange da rumhängt? Was passiert mit dem Hirn? Mit den Augen? Wird mein Kind süchtig?
Ralf: Genau das stelle ich auch immer wieder fest. Wie unglaublich wichtig, aber auch gleichzeitig schwierig das ist, das umzusetzen, was du gerade mit eigenen Gefühlen wahrnehmen nanntest. Da spielt, glaube ich so Ängste mit wie, du hattest gerade auch gesagt wird mein Kind süchtig, wenn ich merke, dass gerade diese Angst so aus dieser Angst heraus argumentiere?
Moritz: Ich glaube, dass du dann unter Umständen auch genau nicht merkst, dass du als. Ich meine als Vater, dass du nicht aus dieser Angst Position heraus argumentierst, sondern ich glaube, man denkt immer noch, man ist so auf dieser Vernunftebene, das heißt, man ist immer noch so in diesem: Ich muss ja meinem Kind nur erklären, warum das und das so wichtig ist. Aber eigentlich bin ich ja Angst gesteuert.
Sophie: Also ich beobachte. Ich komme ja unter anderem aus der gewaltfreien Kommunikation. Und ich beobachte, dass Menschen auf der einen Seite gar nicht so sehr Zugang zu ihren eigenen Gefühlen haben und gar nicht innehalten, um das mal schnell zu reflektieren und auf der anderen Seite auch nicht auf die Idee kommen, mal zu erforschen, was mein Gegenüber eigentlich antreibt, sondern da sind sofort Annahmen und sofort Interpretationen dessen, was mir entgegenkommt.
Moritz: Was meinst du mit Innehalten?
Sophie: Damit meine ich zum Beispiel in mir wird was ausgelöst. Und statt sofort auf alles eine Antwort zu haben, könnte ich ja fühlen und könnte herausfinden: Oh, da passiert gerade was mit mir. Also selbst, wenn ich noch nicht weiß, was da passiert oder es nicht benennen kann, überhaupt mal zu merken, das macht gerade was mit mir. Und dieses aktive Merken, das nenne ich Innehalten. Erst mal Stopp atmen.
Ralf: Einmal tief Luft holen, sozusagen.
Sophie: Tief Luft holen. Atmen ist sowieso. Als Stimmtrainerin kann ich das mal einwerfen. Ist sowieso sehr heilsam an vielen Stellen. Und hier an der Stelle auch einfach mal. Das System auf Stillstand stellen.
Ralf: Du hast gerade gewaltfreie Kommunikation genannt. Kannst du das vielleicht noch in zwei Sätzen kurz erklären?
Sophie: Puh.
Ralf: Na gut, in drei.
Moritz: Mein Kollege Ralf, der denkt immer, dass Kommunikationstrainerinnen, die können alles in zwei Sätzen zusammenfassen.
Sophie: Zack, zack. Ja, okay. Das ist die Ökonomie der Informationen. Die gewaltfreie Kommunikation hat Marshall B. Rosenberg in die Welt gebracht. Und sie kommt aus der Konfliktklärung. Und es geht darum, in vier Schritten jetzt wirklich runtergebrochen, Konflikte zu besprechen, so dass es allen gut geht. Das erste ist ich beobachte die Situation und ich benenne die Situation, ohne dass ich Dinge schon gleich interpretiere. So was wie. Ralf, du möchtest von mir, dass ich das in zwei Sätzen sage. Dann kommt eine Selbsteinfühlung. Nämlich, was sind meine Gefühle dazu? Was macht das mit mir? Oh, das. Ich fühle mich gerade aufgeregt und fühle mich herausgefordert. Und dann kommt ein Bedürfnis. Denn jeder Mensch hat Bedürfnisse und die Gefühle sind immer die Anzeiger der Bedürfnisse. Und dann kann ich sagen. Denn mein Bedürfnis ist, mich klar auszudrücken. Klarheit. Und dann? Dann formuliere ich einen Wunsch mit einer Bitte. Also wünsche ich mir von dir ein paar mehr Sätze, die ich äußern darf, damit ich mein Bedürfnis nach Klarheit nachkommen kann.
Moritz: Ich bin beeindruckt. Jetzt hast du hier quasi live und direkt die große Kunst der gewaltfreien Kommunikation angewendet. Aber ich möchte mal an einem Beispiel verdeutlichen, wie schwierig das manchmal auch für mich ist, wenn ich jetzt beispielsweise mit einer Schulklasse arbeite und dann Schülerinnen und Schüler beschreiben, dass sie sich so aus meiner Wahrnehmung bewusst riskant verhalten und öffentliche Social-Media-Kanäle haben. Und wenn ich dann über die Problematik von übergriffigen Erwachsenen spreche oder dass das Risiko dann viel größer wird, dass einem aus der Sicht der Kinder eklige Bilder zugeschickt werden. Und die reagieren dann mit, das ist nicht so schlimm. Oder mir fast so den Eindruck vermitteln, dass das sogar aufregend ist. Wenn man dann als 13- jähriges Mädchen mit erwachsenen Männern chattet, dann finde ich das unglaublich schwierig. So dieses Innehalten und ich auf diese Art und Weise dann auch wirklich kaum in der Lage bin, vernünftig zu argumentieren.
Sophie: Ja, ja, ich kenne das selber auch. Dann möchte ich alle davor bewahren und möchte erst mal, dass alle auf mich hören und möchte erstmal allen erklären, wie es eigentlich sein sollte. Statt, dass ich zuhöre und dass ich Fragen stelle. Okay, also aus dem Coaching und aus dem Kommunikationstraining weiß ich, das Wichtigste und das best funktionierende Mittel ist Fragen stellen.
Moritz: Ich habe einfach mal ein ganz konkretes Beispiel. Also ich bin gespannt, was du dazu sagst. Mir erzählte eine Lehrerin von einem Schüler, der im, ich weiß gar nicht mehr, Deutsch oder Politikunterricht oder so, ist ja immer durch sehr sehr menschenverachtende Aussagen aufgefallen. Also so will ich das mal sagen und er hat sich dabei immer auf irgendwelche Quellen im Internet bezogen. Also, deshalb war es dann auch unser Thema im Zusammenhang mit Hass und Hasspropaganda in Social Media, also Desinformationskampagnen und all das. Und die Lehrerin ist dann immer inhaltlich darauf eingegangen, zumindest in ihrer Wahrnehmung. Vor allen Dingen auch, weil sie die Sorge hatte, dass andere in der Klasse diese Dinge dann so glauben in der Form. Und hat dann halt immer sehr schnell gesagt Moment, das ist so falsch, das ist eine Form von Desinformation. Und das ist dann tatsächlich wohl so, wie sie beschrieb, immer mit diesem Schüler sehr, sehr schnell unfassbar eskaliert. Mhm. Und das wäre dieser Punkt, wo die Lehrerin keine Fragen mehr gestellt hat, sondern reagiert hat.
Ralf: Aus Angst unter Umständen
Moritz: Oder auch einfach nur Entsetzen, dass der Junge da so verblendet, hasserfüllt argumentiert. Aber natürlich auch Angst, dass die anderen in der Klasse das glauben.
Sophie: Klar, also ich kann das nachvollziehen, dass da diese Angst ist und dass da diese Reaktion ist. Und mein Fahrplan wäre erst mal anzuerkennen. Und damit meine ich nicht anzuerkennen und zu sagen Ah, voll cool, was du für eine Info hast, sondern zu sagen okay, ich hör dir jetzt zu, Mensch. Und ich nehme dich jetzt wahr und ich interessiere mich dafür. Und dann könnte man fragen, woher hast du diese Information? Wie bist du darauf gekommen? Ja, oder ähm. Ich finde es auch schön, dann lieber zu entgegnen: Aha, davon habe ich auch schon gehört. Na ja, nehmen wir mal an, das wäre wahr, dann würde ich mich doch mal fragen XYZ, statt zu sagen: Das ist nicht A, das ist B zu sagen. Na ja, wenn das stimmt, dann würde ich mich doch wundern. Warum ist das nicht B, wie kommst du darauf, dass es A ist? Also erst mal die Gedanken nachzuvollziehen.
Ralf: Ich glaube, das das Nachfragen, woher weißt du das? Ein ganz wichtiger Punkt ist.
Moritz: Vor allen Dingen in diesem Beispiel wäre das sehr wichtig gewesen. Ich habe mit der Lehrerin sehr lange über diesen Jungen gesprochen und sie kennt die familiäre Situation des Schülers wohl ziemlich gut und beschrieb mir dann, dass der Junge einen Vater hat, der in einer rechtsextremen, populistischen Partei aktiv ist. Und da die Eltern getrennt leben, erlebt er seinen Vater nur alle 14 Tage am Papa-Wochenende.
Ralf: Aber dann ist es vielleicht auch so eine Art Vorbild also, für das beeindruckt ist von dem, was Papa da macht, von dem Engagement. Und ich kann mir dann auch gut vorstellen, dass der Papa die Zeit nutzt mit seinem Sohn und ihm auch viel zeigt bei YouTube oder TiktokVideos und der Sohn dementsprechend auch beeindruckt ist von der Komplexität des Themas, was er alles weiß, so politisch.
Moritz: Und der Junge hat selber gar keine politische Haltung, sondern ist nur beeindruckt von seinem Vater und übernimmt dann dessen Meinung.
Ralf: Sobald der Junge das Gefühl hat, sein Vater wird infrage gestellt, wird er wütend und verteidigt mit den Argumenten seinen Vater dann.
Moritz: Ja, und ich glaube, das merkt die Lehrerin nicht, weil er sagt ja nicht Hallo, hier wird gerade mein Vater infrage gestellt, sondern der bleibt ja auf der inhaltlichen Ebene scheinbar die Lehrerin auch.
Ralf: Und dabei geht es aus der Sicht des Jungen um die Beziehung zu seinem Vater.
Sophie: Hm. Ja, total interessant. Da sind wir ja in so einem Zirkel. Und auch das kann ich super nachvollziehen. Und da klingeln bei mir ganz viele Ideen. So was wie, fehlt dem Jungen möglicherweise eine Sicherheit, um stabil zu sein? Zu sagen aha, interessant, Papa. Und für sich was anderes zu denken? Oder weiß er das vielleicht gar nicht und sagt Mensch, cool, Papa, ich mag meinen Papa. Und genau das kann man ja rausfinden, indem man sagt: Woher hast du das? Und wenn sie dann schon weiß, dass es möglich oder ahnt, dass es möglicherweise vom Vater kommt, dann gar nicht inhaltlich zu fragen, sondern wirklich zu erfahren, welche Beziehung hat der Junge zum Vater? Denn wenn das ich sag mal, wenn das anerkannt ist, wenn es okay ist, dass der Junge eine gute Beziehung zu seinem Vater haben möchte. Dann ist die Beziehung erst mal sicher für den Jungen. Und das Wichtigste für uns Menschen ist Verbindung. Und dann können wir daraufhin anders argumentieren. Dann ist nicht mal sein Selbst in Gefahr, weil das, was er sagt, falsch ist, sondern dann ist es okay wie er ist und das, was er sagt ist halt komisch.
Moritz: Ich glaube, dass viele Kinder oder Menschen oder bleiben wir bei Kindern nie gelernt haben zu diskutieren auf einer inhaltlichen Ebene, ohne dass immer gleich die ganze Person infrage gestellt werden soll und das also sehr schnell auf die Weise, dann vielleicht auch gerade in der Schule Diskussionen eskalieren, wenn jemand das Gefühl hat, wenn ich hier nicht recht habe, dann bin ich als Person komplett abgeschrieben.
Sophie: Und umso schöner, wenn. Wenn ich ideal sprechen kann, wäre es doch, wenn die Schule diesen Raum bereiten könnte, dass Kinder dort lernen können und dann eben auch so sprechen können, dass es okay ist erstens, dass sie vielleicht äußern können. Mensch, ich. Dazu weiß ich gerade nichts. Aber ich fühle mich dann so und so, wenn ich das höre. Also, dass Sie in der Schule das lernen können, sich so auszudrücken und einen Raum haben, in dem Sie sicher und mutig sein können.
Moritz: Sicher und mutig.
Sophie: Das ist ein wunderbares Konzept. Nennt sich Brave Space. Habt ihr davon mal gehört?
Moritz: Ja, klar. Auf jeden Fall. Nein.
Sophie: Safe Space kennt man ja vielleicht. Das ist geläufiger.
Moritz: Ja. So ein Raum oder Ort, wo ich keine Angst vor Gewalt und irgendwas haben muss.
Sophie: Und dann haben ein paar Menschen festgestellt, wenn sie Safe Space ankündigen und Leute kommen dahin, dann erwarten die Leute safety und irgendwie comfort. Und genau das passiert in so einem Space eigentlich nicht. Also nach diesem Konzept geht es um kritischen Dialog zum Thema soziale Gerechtigkeit, Macht und Privilegien. Und wie wir merken, das sind keine einfachen Themen da. Entweder bin ich da unter meinesgleichen und alles ist nett, aber dann komme ich auch nicht voran. Und im Brave Space geht es darum, dass ich vorankomme und lerne und die ganze Gruppe zusammen sich sicher fühlt und mutig. Und es gibt Gesprächsrichtungen, auf die sich alle einigen können, die sie anstreben, sodass sie frei heraussagen können, Mensch, das sehe ich so, das erlebe ich so Oh, jetzt hast du mich verletzt mit deiner Aussage. Und der andere dann eben nicht sagt Ja, habe ich gar nicht so gemeint. Sondern dann sagt Ach, ich habe dich verletzt. Obwohl ich es so nicht gemeint habe, bedauere ich das. Lass uns darüber sprechen.
Moritz: Für die Eltern, die jetzt zuhören, klingt das vielleicht überzeugend, aber doch so sehr konzepthaft. Aber ich denke schon, dass man vieles von dem, was du gerade beschrieben hast, auch auf die Familie übertragen kann. Dass beispielsweise so ein Brave Space entsteht, wo Kindern möglich wird, alles zu sagen, was sie gerade empfinden oder fühlen, was dann natürlich auch für die Eltern gilt.
Ralf: Ich glaube, das ist auch schwer, die eigenen Gefühle so zu äußern.
Sophie: Ja, genau.
Ralf: Genau zu benennen.
Sophie: Ja, es sind zwei Schritte. Oder es sind eigentlich drei. Erstens Oh hoppala, habe ich überhaupt Gefühle? Zweitens okay, ich fühle was. Was ist denn das? Und drittens. Okay, wie spreche ich denn jetzt darüber?
Moritz: Und das jetzt übertragen auf die Situation, die wir ganz zu Anfang geschildert haben. Ich komme als Vater ins Kinderzimmer und sehe, wie mein Kind dort immer noch am Tablet sitzt. Ich stelle fest, ich fühle etwas. Also ich stehe nicht einfach nur im Kinderzimmer, um eine Mitteilung zu machen, sondern ich merke, irgendwas passiert mit mir. Ich überlege, was mit mir passiert. Ich stelle fest, ich habe Angst, mein Kind kann süchtig werden. Und anschließend überlege ich mir, wie ich meinem Kind das erklären kann, ohne dass das Ganze am Ende eskaliert. Und ich glaube, dass auf diese Art und Weise für Kinder dann am Ende vielleicht sogar einfacher wird, dann auch das Tablet wegzulegen. Von daher habe ich dann gewaltfrei geschimpft. Wenn das überhaupt möglich ist. Liebe Sophie, vielen vielen Dank für deine Gedanken hier in unserem Podcast.
Ralf: Ich bin total beeindruckt. Ich glaube, dass ich einiges von deinen Ideen versuchen werde, auch umzusetzen. Vielleicht auch in den Workshops anders ein bisschen entspannter ranzugehen und mal in mich hineinzuhorchen.
Sophie: Würde ich mich sehr freuen.
Moritz: Vielen Dank, dass du bei uns warst.
Sophie: Danke euch! Ich habe mich sehr gefreut, bei euch zu sein.
Moritz: Alles Gute. Und bis dahin.
Sophie: Tschüss.
Moritz: Tschüss. In den Shownotes werden wir Sophias Mund verlinken. Für alle, die Interesse an ihrer Arbeit haben.
Ralf: Und sonst? Moritz, was haben wir noch zu besprechen?
Moritz: Ich habe noch zwei Themen. Zum einen haben wir eine ganz konkrete Frage bekommen, worauf zu achten ist, wenn ich jetzt eine öffentliche Veranstaltung plane, bei der Videospiele gespielt werden sollen. Ich denke, dass du da wahrscheinlich mehr zu sagen kannst als ich.
Ralf: Gerne.
Ralf: Außerdem möchte ich mit dir über eine Umfrage sprechen, bei der Kinder und Jugendliche gefragt wurden, was sie von Altersbegrenzung in der Nutzung von Social Media halten.
Ralf: Ja, spannend. Habe ich auch schon gelesen. Überraschenderweise ist ein sehr großer Teil oder sogar die Mehrheit tatsächlich dafür.
Moritz: In der aktuellen Umfrage des ifo Instituts ging es unter anderem um Social Media und Altersbeschränkung. Im Rahmen des ifo Bildungsbarometer 2025 wurden circa 4000 Menschen gefragt. Davon waren etwa 1000 Personen zwischen 14 und 17 Jahren alt. Und konkret zu der Frage, ob Social Media für unter 16-jährige verboten werden soll, sind 15 % der befragten Jugendlichen sehr dafür und 32 % eher dafür.
Ralf: Ich bin jetzt nicht so schnell im Kopfrechnen, aber das ist, glaube ich, nicht die Mehrheit.
Moritz: Nein, das sind 47 %. Die Mehrheit ist eher neutral oder eher dagegen bzw. sehr dagegen. Interessant ist allerdings, wenn die Zahlen noch einmal unterschieden werden zwischen den 14 und 15-jährigen und 16 bis 17 jährigen.
Ralf: Okay, und wie sieht das da dann aus?
Moritz: Dann sind 16 % der 16 bis 17 jährigen sehr dafür und 39 % eher dafür. Und das wäre die Mehrheit bei den 14 bis 15 jährigen allerdings sind nur 39 % eher oder sehr dafür.
Ralf: Das sind ganz schön viele Zahlen. Ich überlege gerade, was das bedeutet.
Moritz: Das bedeutet, dass die Jugendlichen, die es betreffen würde, mehrheitlich nicht dafür sind. Also das heißt, die Jugendlichen, die zwischen 16 und 17 sind, sind unter Umständen nach ihren eigenen Erfahrungen dann der Meinung, dass man besser nicht vorher schon Social Media hätte nutzen sollen. Oder generell. Und wichtig an dieser Stelle finde ich bei den Erwachsenen, um das noch mal deutlich zu sagen, sind mit 85 % eine ganz klare Mehrheit für ein Social Media Verbot. Also das ist erheblich mehr, als bei den 16 bis 17 jährigen.
Ralf: Ich habe ja auch schon Jugendliche öfter mal in Workshops gefragt, ob sie ihren eigenen Kindern eines Tages ein Smartphone auch so früh zur Verfügung stellen würden, wie sie es selbst jetzt erlebt haben.
Moritz: Ja,
Ralf: Und ich habe oft gehört, dass Jugendliche dann deutlich strenger als ihre eigenen Eltern im Nachhinein wären oder sind.
Moritz: Ja, und das finde ich spannend. Also ich würde gerne die 16 bis 17-jährigen, die mehrheitlich für ein Verbot für die unter 16-jährigen sind, wirklich ganz differenziert fragen, aus welchen Gründen sie zu diesem Ergebnis kommen.
Ralf: Ich sage mal so zumindest sind die 15 bis 16-jährigen offensichtlich optimistischer, dass sie mit Social Media dann schon irgendwie umgehen können.
Moritz: Ohne die Erfahrung, die die Zeitfenster gemacht haben? Ich glaube zumindest, dass diese Personengruppe, also die Jugendlichen selber, sehr, sehr wichtig sind, um tatsächlich auf deren Erfahrung basierend eine vernünftige Regelung, meinetwegen mit oder ohne Altersbeschränkung zu finden.
Ralf: Ja, und genau diese Personengruppe wird in verschiedenen Gremien, die Empfehlungen abgeben, nicht aktiv beteiligt. Ich erinnere mich an dieser Stelle noch an unser kurzes Gespräch in der letzten Folge, als es um die Kommission der Bundesregierung ging.
Moritz: Ja, für mich auch als Pädagogen fände ich es unglaublich wichtig zu überlegen, wie Bildungsangebote dann zugeschnitten sein müssten, um vielleicht, sagen wir, die negativen Erfahrungen, die da jetzt die 16 bis 17-jährigen machen mussten, die sie bewogen haben, zu ihrer Einschätzung zu kommen, zu berücksichtigen. Also vielleicht würde man dann feststellen, dass mit einer, sagen wir mal entsprechend konstruktive Vorbereitung der Kinder manche Probleme dann gar nicht so drastisch aufgetreten wären, dass sich die 16 bis 17-jährigen im Nachhinein nicht wünschen würden, gar nicht erst erleben hätten. Ich habe mich leider gerade in dem Satz so ein bisschen verlaufen, dass ich jetzt gar nicht weiß, was für ein Verb da noch gebraucht wird. An dieser Stelle.
Ralf: Weiß ich auch nicht, aber vielleicht machen wir einfach mit dem nächsten Thema weiter.
Moritz: Das ist der beste Vorschlag, den man hier machen kann. Wir wurden gefragt, was berücksichtigt werden muss, wenn ich eine Gaming Lounge eröffnen möchte. Eine Gaming Lounge. Ganz kurz für alle Hörerinnen und Hörer, die mit dem Begriff vielleicht sofort nichts anfangen können. Es ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, um Videospiele oder Konsolenspiele zu spielen. In einer, sagen wir mal entspannten sozialen Umgebung.
Ralf: Okay, ich kann jetzt nicht zu den rechtlichen Hintergründen sagen, ob bei so einer gewerblichen Nutzung von Konsolen irgendwelche Formen von GEMA Gebühren oder so anfallen, wenn dort entsprechende Musik vorkommt oder welche urheberrechtlichen Aspekte beispielsweise bei der Gestaltung von den Plakaten oder so zu berücksichtigen sind.
Moritz: Ich glaube, darum geht es jetzt auch nicht, weshalb man uns fragt.
Ralf: Wichtig ist, dass die Vorgaben der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, also kurz USK. Die müssen einfach eingehalten werden. Das heißt, wenn ein Spiel angeboten wird, das ab 16 Jahren freigegeben ist, muss sichergestellt werden, dass in diesem Bereich sich keine Personen unter 16 Jahren aufhalten.
Moritz: Ich meine auch, dass Eltern nicht mit einer schriftlichen Mitteilung ihren Kindern erlauben können, entsprechende Spiele zu spielen.
Ralf: Genau. Es muss auch sichergestellt werden, dass Kinder, die zu jung sind, auch nicht zugucken können, während Ältere die entsprechenden Spiele spielen.
Moritz: Das heißt, du brauchst tatsächlich eine räumliche Gestaltung, die sicherstellt, dass dort keine 10-jährigen im Raum sind, wenn dort ein Spiel ab zwölf oder 16 gespielt wird.
Ralf: Ja, genau. Und deshalb bietet sich an oder so machen das auch oft Jugendeinrichtungen, dass man von vornherein sagt, an dem und dem Wochentag spielen wir meinetwegen ein Spiel ab zwölf und dann dürfen die Jüngeren leider an diesem Tag nicht kommen, wenn die Räumlichkeiten diese Trennung dann nicht möglich machen.
Moritz: Ja, und das ist unter Umständen für dich jetzt hier so einfach formuliert, dass man das alles einhalten muss. Weil oft sind ja sagen wir mal die Realitäten von dem, was Kinder zu Hause machen und dem, was dann in so einer Gaming Lounge passieren kann. Gerade wenn du jetzt mit Jugendlichen sowas machen möchtest oder Kindern. Sehr weit auseinander. Das beispielsweise FIFA war immer ein Spiel, was von Grundschulkindern gespielt wird und jetzt ist aber das aktuelle FIFA, also FC 25 unter anderem wegen der In App Käufe freigegeben ab zwölf und es wird aber trotzdem nach wie vor nach meinem Gefühl von vielen jüngeren Kindern zu Hause gespielt, aber da würde das dann entsprechend nicht gehen. Und auch Roblox, was jetzt eine Freigabe ab 16 bekommen hat bzw. jetzt so eingestuft wurde, wäre dann für Kinder, die es zu Hause spielen dürfen in so einer Gaming Lounge nicht möglich. Aber ich glaube trotzdem, dass es richtig ist, wie du sagst, das entsprechend einzuhalten.
Ralf: Vielleicht auch noch ganz kurz zu erwähnen wäre, dass bei Onlineangeboten der Jugend Medienschutzstaatsvertrag zu berücksichtigen wäre. Und hier das auszuführen würde den Rahmen glaube ich komplett sprengen. Okay, damit kommen wir zum Schluss. Ich habe mir vorhin überlegt, dass die Folge zum weiteren, idealerweise die Folge vom 27. Januar 2025 mit dem Namen "Wie Eltern für ihre Kinder ansprechbar bleiben" sein könnte.
Moritz: Dem stimme ich zu. Also finde ich sehr passend, die Folge.
Ralf: Ansonsten freuen wir uns natürlich über Rückmeldungen über unsere Social-Media-Kanäle, über Spotify oder per Mail an podcast@smiley-ev.de.
Moritz: Tschüss, Bis zum nächsten Mal.
Ralf: Auf Wiederhören.
Moritz: Ich glaube, das war eine sehr gute Folge.
Ralf: Das glaube ich auch.
Moritz: Wenn ich das mal so als der Arrogante von uns beiden sagen darf. Nein, nein. Aber wegen Sophie, weil ich glaube, das, was sie beschrieben hat, das gilt nicht nur für Medienerziehung, sondern ich glaube, es ist generell unglaublich wichtig, wie wir als Erwachsene mit Kindern und Jugendlichen diskutieren.
Ralf: Das meinte ich ehrlich gesagt, dass ich auch für mich da ganz viel raus.
Moritz: Ich glaube, das ist wirklich das, dass das Thema ist dann am Ende austauschbar. Ja und von daher ja total geil.
Ralf: Ciao
Moritz: Ciao.