Argumente statt Angst

Facebook und Whatsapp in der Jugendarbeit

Nachdem wir u. a. mit dem Team Jugendarbeit der Region Hannover, der Stadt Flensburg, der Stadt Celle das Seminar „Facebook und Jugendarbeit: Argumente statt Angst“ sowohl als Tagesveranstaltung als auch als Seminar über zwei Tage durchgeführt haben, kann diese Veranstaltung jetzt als reguläres Angebot gebucht werden.

Achtung, diese Fortbildung wird derzeit nicht mehr angeboten, da Facebook nicht mehr die wichtigste Plattform für Jugendliche in Deutschland ist. Wir arbeiten an einer Nachfolge-Veranstaltung, bei der Whatsapp und Instagram im Mittelpunkt steht.


Es vergeht kaum eine Woche, in der Facebook, Whatsapp, Skype oder Google nicht in irgendeiner Art und Weise negativ in den Medien auftaucht. Mal geht es um mangelnden Datenschutz, mal um das Ende von Privatheit und nicht selten um Cybermobbing. Für viele Kinder und Jugendliche gehört der Umgang mit digitalen sozialen Netzwerken zum Alltag dazu. Sie verbringen viel Zeit und Energie bei der Nutzung des Internets - nicht selten mehr als in einer Jugendeinrichtung.

Wie offline kann Jugendarbeit sein?

Der pädagogische Grundsatz, Jugendliche dort abzuholen, wo sie sind, bekommt mit Blick auf die Mediennutzung eine interessante Bedeutung: es geht um die Frage, ob eine moderne Jugendeinrichtung Facebook aus dieser Logik aktiv nutzen muss. Unternehmen mit jungen Menschen als Zielgruppe pflegen ihre Facebook-Präsenz mittlerweile mindestens so intensiv wie die klassische Homepage. Kann Schule von diesen Unternehmen lernen? Sind Jugendliche so etwas wie Konsumenten des Produkts Jugendarbeit, die mit modernen Marketing-Strategien per „gefällt mir“-Button angesprochen werden können? Vergibt sich Jugendarbeit Möglichkeiten einer effizienten Öffentlichkeitsarbeit, wenn sie Facebook meidet?

Wie offline darf Jugendarbeit sein?

Jugendschutz im Internet kann nur sehr bedingt restriktiv bspw. durch Verbote erfolgen. Wer soll Jugendlichen verantwortungsvollen Umgang mit Facebook vermitteln, wenn Jugendarbeit durch mediale Abstinenz zu glänzen versucht? Haben Phänomene wie Cybermobbing und Beleidigungen im Internet nicht vielmehr mit Sozialkompetenz als mit Medienkompetenz zu tun? Wo finden Jugendliche Räume, um sich zu präsentieren und auszuprobieren?

Wie offline muss Jugendarbeit sein?

Datenschutzmängel und die faktische Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Facebook sind für viele nicht akzeptabel. Wie ist die Sichtweise von Jugendlichen zu berücksichtigen? Heiligt der Zweck die Mittel? Gibt es Alternativen zu Facebook?
Im Vokabular von Facebook sind miteinander vernetzte Menschen „Freunde“. Generell muss diskutiert werden, ob diese „Freundschaft“ einem gesunden Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern entspricht. Wie sollte sich ein Jugendarbeiter professionell bei Facebook verhalten, wenn er dort von Schülern Privates erfährt, nach dem er gar nicht gefragt hat? Welche Empfehlungen und Erfahrungen gibt es, wie mit Jugendlichen in sozialen Netzwerken kommuniziert werden sollte? Wie viel Zeit kostet eine Nutzung von Facebook in der Kommunikation mit Jugendlichen? Wann ist „Feierabend“?

Lauter Fragen, die nicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können, sondern vielmehr mit einer Haltung zu tun haben. Ziel des Seminars ist es deshalb, verschiedene Standpunkte zu Facebook und Co kennenzulernen und zu diskutieren. Es sollen Chancen und Wege aufgezeigt werden, die sich einer aufgeschlossenen Jugendarbeit bieten, um Jugendliche in ihrem (Medien-) Alltag zu begleiten, ohne die Grundsätze von professioneller Jugendarbeit zu verletzen.
Es werden neben der inhaltlichen Auseinandersetzung auch methodische Ansätze im Vordergrund stehen, wie mit Jugendlichen ohne Zeigefingerpädagogik eine verantwortungsvolle Mediennutzung diskutiert werden kann. Nicht zuletzt geht es auch darum, wie Erwachsene von Jugendlichen lernen können und wie deren wertvolles Wissen und Ressourcen in eine professionelle Nutzung digitaler Medien einfließen kann.

Auf Wunsch kann auch ein Reader als Dokumentation erstellt werden. Die Kosten hierfür müssen ebenfalls übernommen werden.

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