Tipp

Ein eigenes „Let‘s play“ erstellen – ohne Bauchschmerzen bei den Eltern.

Immer öfter berichten uns Schülerinnen und Schüler, dass sie fleißig an einem „Let’s Play“ arbeiten oder schon das eine oder andere Video bei Youtube online gestellt haben. Nicht immer haben Eltern von 5. Und 6. Klässlern dabei ein gutes Gefühl …

„Let’s Play“ werden Videos genannt, bei dem ein Spieler einzelne Sequenzen eines Computerspiels spielt und den Spielverlauf filmt. Zu sehen ist dabei nicht der Spieler selbst, sondern lediglich der Bildschirm mit den entsprechenden Sequenzen. Ein Let’s Play lebt generell von der Moderation und Kommentaren des Spielers.

Als bekanntester deutscher „Let’s Player“ gilt derzeit Gronkh, der fast täglich Videos veröffentlicht und so Tag für Tag bis zu 200.000 und mehr Zuschauer erreicht. Der Erfolg von Gronkh und einigen anderen kann als Vorbild gelten, der Jugendliche motiviert, eigene Videos in dieser Art zu veröffentlichen. In erster Linie stellen viele Jungen beachtenswerte Videos her. Ein Großteil der Spieler ist dabei minderjährig, nicht selten sind Videos von Zwölf- bis Dreizehnjährigen zu finden, die großen Anklang finden. Allerdings sind nicht alle Eltern begeistert und machen sich Sorgen, wenn entsprechende Videos im Kinderzimmer erstellt und weltweit zugänglich gemacht werden.

Blamage oder große Kunst?

„Was passiert, wenn am Ende alle mein Kind auslachen?“ fragen sich viele Eltern, „wird mein Kind unter den Reaktionen leiden?“. Mittlerweile ist die Szene mit jüngeren Spielern nachsichtig, auch wenn nicht jeder Kommentar literarisch hochwertig ist. Selbst wenn englische Begriffe nicht korrekt ausgesprochen werden oder durch den Stimmbruch ungewollt komische Szenen entstehen, bleibt die große Blamage in der Regel aus. Wer sich nicht für Let’s Plays interessiert, sieht sich in der Regel auch keine nicht an. Spitzfindigkeiten aus Prinzip, um den Ersteller zu verletzen, sind nicht die Regel. Das bedeutet natürlich nicht, dass negative Kommentare garantiert ausbleiben. Oft werden aber jüngere Spieler von anderen eher für Engagement gelobt als in Grund und Boden beleidigt. Konstruktive Kritik hingegen wird generell erwartet, die mitunter sehr direkt formuliert wird. Wer gar nicht mit Kritik umgehen kann oder möchte, sollte grundsätzlich keine Videos ins Internet stellen – das gilt auch für Let’s Plays. Die Kommentarfunktion zu deaktivieren, ist bei Youtube zwar möglich, wird aber nicht gerne gesehen.

Den Bildschirm mitzuschneiden ist nicht immer einfach

Der Bildschirm wird nicht mit einer Kamera oder gar Handy gefilmt, sondern mit einer entsprechenden Software mitgeschnitten. Die benötigte Software ist teilweise kostenlos erhältlich (siehe unten), aber nicht immer für Anfänger sofort intuitiv zu bedienen. Empfohlen wird oft „Fraps“, mit dem die meisten Spiele mitgeschnitten werden können. Das Programm ist für ca. 20 Euro erhältlich. Mit kostenlosen Programmen wie Audacity lässt sich die Tonspur anschließend bearbeiten. Grundsätzliche Kenntnisse in der Bearbeitung von Videos sind erforderlich, wobei sich mittlerweile das Hochladen von Videos bei Youtube sehr einfach gestaltet.

Urheberrechte beachten

Hauptaugenmerk sollte auf dem Umgang mit Urheberrechten liegen. Generell ist das Hochladen von Spielszenen aus einem urheberrechtlich geschützten Computerspiel eine Urheberrechtsverletzung – sofern die Zustimmung des Urhebers fehlt. Massenweise Videos werden vermutlich ohne entsprechende Zustimmung derzeit auf Youtube zu finden sein. Dennoch sollte auf diesen Punkt besonders geachtet werden. Zu ärgerlich ist es, wenn am Ende der Rechteinhaber Einspruch erhebt und / oder Abmahnungen ins Haus flattern.

Interessanterweise ist ein kostenloses Einverständnis seitens der Spielevermarkter gar nicht so schwierig zu bekommen. Nach verschiedenen Erfahrungsberichten in entsprechenden Foren und Blogs ist dies zumindest viel einfacher, als es bei der Verwendung von Musikstücken der Fall, bei der die GEMA mehr oder weniger zwangsläufig Gebühren erhebt. Verschiedene Spieler berichten, dass die Anbieter unkompliziert auf Nachfrage eine entsprechende Erlaubnis erteilen. In den allermeisten Fällen ist ein Let’s Play, in dem ein Spiel nicht in Grund und Boden verdammt wird, effektiv Werbung. Generell ein Spiel in einem Video zu verreisen ist oft nicht das Interesse der Let’s Player.

Ein „Let’s Play“ braucht einen ansprechenden Vorspann. Wer da Musik einbinden will, muss auch hier die Urheberrechte wahren. Am einfachsten ist das, wenn auf GEMA freie Musik zurückgegriffen wird.

Ein letzter Tipp: Wer nach „Lets Play Tutorial“ bei Youtube sucht, findet etliche Anleitungen. Authentischer als dort kann kaum erklärt werden, wie ein Let’s Play entsteht.

Erfahrungsbericht über das Einholen von Duldungserklärungen:
http://forum.factionone.de/index.php?page=Thread&threadID=274

Interessante Aspekte, wenn es um das sog. „Monetarisieren“ geht:
http://blog.zeit.de/netzfilmblog/2013/05/17/nintendo-lets-play-youtube-werbung/

Nicht ganz einfach in der Bedienung, aber kostenlose Programme:
http://www.chip.de/downloads/Open-Broadcaster-Software_62130858.html
http://www.chip.de/downloads/Dxtory_56231528.html

Dieser Beitrag wurde am 17.09.2013 verfasst.
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